Prof. Petja Houdjakov und seine
Bolschoi Don Kosaken

Prof. Petja Houdjakov

Petja – so nennen ihn alle – ist vielseitig: Künstler, Tänzer, Choreograph, Sänger, Komponist, Musiker, Showman, …

Er stammt aus einer alten Kosakenfamilie aus Rostov am Don. Er wurde am 4. August 1935 geboren. Schon in seiner Jugend zeigte er sportliche Begabung, später widmete er sich dem Ballett.

Petja tanzte in Sofia, Dresden, Wien und St. Petersburg. Neben dem oft akrobatischen russischen Volkstanz und dem klassischen Repertoire war seine große Stärke der Stepptanz, wovon sich die BesucherInnen heute noch überzeugen können.

Petja hat nie aufgehört, Akkordeon zu spielen und er hat es immer weiter perfektioniert. Er begleitet sich selbst bei Russischen Chansons und den oft selbst komponierten "Straßenliedern". Und auch seine Kosaken lassen sich besonders gerne von ihm begleiten. Als Chorleiter ist Petja schon seit über 38 Jahren tätig. Seinem Fingerspitzengefühl ist es zu verdanken, dass er das Maximum aus den vielen verschiedenen Künstlerpersönlichkeiten herausholt – und das bei manchen schon seit einem viertel Jahrhundert.

Würdigungen

  • 2018 Medaille der kosakischen Gemeinde St. Petersburg
  • 2014 Kultur-Ehrenpreis der Marktgemeinde Strasshof an der Nordbahn
  • 2014 Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
  • 2012 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich
  • 2007 Russische Medaille „Peter der Große“ (2. Grades)
  • 2007 Russische Goldene Medaille „Verdienste um Kultur“
  • 2005 Goldenes Verdienstzeichen des Bundeslandes Burgenland für kulturelle Verdienste
  • 2001 Würdigung für Verdienste der russischen Kultur im Ausland
  • 2001 Verleihung des Berufstitels „Professor“
  • 2000 Plakette der Humboldt Universität für kulturelle Verdienste in Berlin
  • 1996 Goldene Schallplatte von EMI Austria
  • 1994 Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien für kulturelle Verdienste

Die Bolschoi Don Kosaken

Ivan Schalliev | Dirigent

Nach seinem Hochschulabschluss widmete er sich hauptsächlich dem Dirigieren. Am Musiktheater "Stefan Makedonski" in Sofia war er elf Jahre lang als Chorleiter tätig. Er gab sehr viele Konzerte und machte zahlreiche Plattenaufnahmen. 1988 wurde er "Laureat" des "Internationalen Wettbewerbes für Dirigenten" in Trento, Italien. Seit 1988 ist er als Dirigent und Sänger bei den BDK.

Lubomir Diakovski | Kammersänger – Lyrischer Tenor

Musikalisch ausgebildet wurde Lubomir Diakovski am bulgarischen Staatskonservatorium, wo er die Vokalfakultät absolvierte. Seither ist er Solist der Opernhäuser Pleven und Sofia in Bulgarien. Seine Gastrollen führten ihn oft ins Ausland: von Paris, München, Madrid, Bukarest, Moskau, Wien bis nach Kuba, Mexiko, Kanada und in die USA.

In Diakovski‘s Repertoire befinden sich mehr als 50 Opernrollen, in denen er die zentralen Tenorpartien singt. Dazu zählen die Opern Rigoletto, die Zauberflöte, Don Giovanni, Perlenfischer, La Boheme, Evgenij Onegin, La Traviata und viele andere. Sein besonderes Timbre ist auch im Bereich der Kirchenmusik sehr gefragt: In mehr als 30 Messen, Oratorien und Requien singt er das Tenorsolo. Einige seiner Veröffentlichungen in diesem Bereich waren die Matthäus-Passion und das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach. Mit der Philharmonie von Plovdiv nahm Lubomir Diakovski Der Goldene Hahn und Schneeflöckchen von Rimsky-Korsakoff auf.

Seit 1984 ist er Solist der BDK und die rechte Hand des Leiters Petja Houdjakov. Gemeinsam mit Grigorii Palishchuk und Konstantin Iankov singt Lubomir Diakovski im Kammerensemble Slawischen Tenöre.

Grigorii Palishchuk | Kammersänger – Tenor

Nachdem Grigorii Palishchuk 1988 am Minsker Staatskonservatorium sein Gesangs- und Violinstudium absolviert hatte, bekam er im selben Jahr ein Engagement am Nationalen Akademischen Theater der Oper Minsk.

Sein Stimmvolumen und sein schauspielerisches Einfühlungsvermögen bescherten dem „weißrussischen Pavarotti“ zahlreiche Hauptrollen, unter anderem in den Opern Eugen Onegin, La Traviata, Rigoletto, Zauberflöte, Don Giovanni, Cavalleria Rusticana, Barbier von Sevilla, Boris Godunov von Modest Mussorgskij und Katerina Ismailova von Dimitri Schostakovich.

Internationale Erfolge brachten Grigorii Palishchuk seine Tourneen, die ihn nach Spanien, Israel und Deutschland führten.

Neben der klassischen Musik ist der Tenor auch äußerst erfolgreich im Bereich der populären Musik. Besondere Anerkennung gebührt seiner Darbietung italienischer Canzonetten.

Seit 1997 ist Palishchuk Solist bei den BDK und seit 2001 Mitglied der Gruppe Scharada und des Kammerensembles die Slawischen Tenöre. Im Jahr 2000 kam seine eigene CD mit dem Namen Mattinata heraus und im Jahr 2009 folgte die CD Diamant der russischen Seele.

Grigorii Palishchuk ist seit 2013 anerkannter Leiter der Gesangsklasse an der Hochschule für Musik in Minsk.

Nikolai Martchenko | Kammersänger – Bass

Nikolai Martchenko absolvierte sein Gesangsstudium in Russland. Als Solist an den größten Opernhäusern Russlands verkörperte er die Hauptrollen des Bass-Repertoire. In Sverdlovsk (heute Ekaterinburg) trat er als Zacharias in Nabucco, als Philipp in Don Carlos, Mephisto in Faust von Gounot und in zahlreichen russischen Opern auf. Für seine Darstellung in der Oper Boris Godunov von Modest Mussorgskij wurde er mit der Auszeichnung „Der Beste Darsteller“ gewürdigt.

Zurzeit arbeitet Nikolai Martchenko unter anderem an der Staatsoper in Prag.

Bei den Bolschoi Don Kosaken singt der Bass seit 1993 und wird wie von Publikum als auch von Kritikern für seine starke und zugleich sanfte Stimme geschätzt. Denn wie kein anderer interpretiert Nikolai Martchenko Lieder wie Wolga Wolga, Die Legende von den 12 Räuber und das berühmte Schwarze Augen.

Konstantin Iankov | Lyrisch-Dramatischer Tenor

Konstantin Iankov schloss sein Gesangsstudium in Bulgarien und Italien ab. Bald darauf bekam er ein Engagement als Solist an der Oper in Sofia. Er gastierte mit Opernaufführungen, Konzerten und als Oratoriensänger in ganz Europa: Italien, Spanien, Deutschland, Schweiz, Belgien, Malta. Seine Erfolge führten ihn bis nach Kanada sowie Süd- und Nordamerika. An der Staatsoper in Sofia sang er mit Stars der Opernbühne wie Nikolay Guyaurov, Gena Dimitrova, Rayna Kabaivanska, Anna Tomova usw.

Zu seinen Hauptrollen zählen die Tenorpartien in den Opern Trobadour, Carmen, Cavalleria Rusticana, Turandot, Tosca, Don Carlos, Il Trovatore, Madame Butterfly, La Boheme und Maskenball von Giuseppe Verdi.

Bei den Bolschoi Don Kosaken ist Konstantin Iankov seit 1993 als gefragter Solist tätig. Gemeinsam mit Grigorii Palishchuk und Lubomir Diakovski singt er auch im Kammerensemble Slawische Tenöre.

Oleg Korotkov | Bass

Er absolvierte sein Gesangstudium in Moskau. Er begann seine Karriere in Perm und Ekaterinburg in Russland, arbeitete später am Nationaltheater in Kosice in der Slowakei. Seit 2012 ist Oleg Korotkov Solist an National- und Operntheatern in Prag und Bratislava sowie am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg tätig.

Korotkov avancierte in letzter Zeit zu einem Spezialisten von Wagner Opern und wurde von vielen europäischen Opernhäusern eingeladen. Zu seinem Repertoire gehören Hauptrollen in Aida, Nabucco, Der Barbier von Sevilla, Boris Godunov, Rigoletto, Madame Butterfly, Turandot, Don Giovanni, die Zauberflöte und Tannhäuser.

Seine Gastrollen führten ihn nach Deutschland, Frankreich und Polen. Besonders geschätzt wird der Bass auch in Japan. Korotkov arbeitete mit prominenten Dirigenten wie Jiří Bělohlávek, Ondrej Lenárd, Gerd Albrecht, Evgeny Kolobov oder Valery Gergiev.

Dmitri Rozvizev | Tenor

Er schloss 1998 seine Gesangsausbildung am Uraler Mussorgski-Konservatorium ab.

Seit 1995 ist er Starsolist des Operntheaters in Ekaterinburg, trat aber auch in Konzertsälen in Berlin, Wien, Pula, Prag, Genf u.a. auf. Besonders geschätzt wird seine Interpretation der Rolle des Lenskijs in Eugen Onegin von P. Tschajkovsky und Tamino in der Zauberflöte von W. A. Mozart. Weitere erfolgreiche Partien sang Rozvizev in den Opern Chovanchina, La Traviata, Falstaff, besonders aber in den russischen Opern Die Liebe zu den drei Orangen (S. Prokofjew), Chovanchina (M. Mussorgsky), Ruslan und Ljudmila (M. Glinka), Schneeflöckchen (N. Rimski-Korsakow), Die Zarenbraut (N. Rimski-Korsakow) und Pique Dame (P. I. Tschaikowsky).

Dmitri Rozvizev nimmt regelmäßig an Projekten der Staatlichen Philharmonie Sverdlovsk teil und ist seit dem Jahr 2000 bei den Bolschoi Don Kosaken.

Viacheslav Prutskikh | Bass, Dirigent

Sein Gesangstudium absolvierte Viacheslav Prutskikh in Ekaterinburg in Russland, wo er bis heute künstlerisch tätig ist. Außerdem hat Viacheslav eine Dirigentenausbildung, ist somit 2. Dirigent des Bolschoi Don Kosaken Chores und vertritt bei Konzerten oft den Hauptdirigenten Ivan Schalliev.

Viacheslav Prutskikh verfügt über eine besondere Stimme: Das basso profundo, die tiefste, männliche Bassstimme, die dem Chor als Fundament dient. Solistisch begeistert Prutskikh das Publikum mit seinem enormen Stimmumfang und seinem Bühnencharisma.

Außerdem ist der Bass angehender Musiktheoretiker mit einem Schwerpunkt auf russisch-orthodoxe Gesänge. Er widmet sich intensiv der russisch-orthodoxen Chorliteratur und ist als Dirigent des Männerchores Spassitel tätig.

Seit 2000 ist Viacheslav Prutskikh Solist bei den BDK.